So erlebten die Erstklässer den Brauch des Kirtahutsch´ns

Kirta (= Kirchweih) ist bei uns nicht nur ein Fest, bei dem die Bauern nach dem Sommer zur Ruhe finden und jeder das Kirtabier und die Kirtanudeln genießt. Besonders für die Kinder steht ein anderer Brauch im Vordergrund: Das Kirtahutsch´n.

Früher hatte fast jeder Bauer so eine Kirtahutsch´n, die aus einem dicken Brett an zwei Ketten besteht, in seiner Scheune hängen. Dort trafen sich dann jeden Tag die Kinder aus dem Dorf.

   

Auch in Schönau bei Frau Sewald gibt es noch eine solche Kirtahutsch´n. Also nützten die Tutoren der Schönauer Schule mit den Klassen 1a und 1b, ihren Lehrern und dem Hausmeister Herrn Mair als Oberaufsicht die Gelegenheit, den Brauch aufleben zu lassen. Mancher Schulanfänger stand dem Ganzen zunächst skeptisch gegenüber, weil er zum ersten Mal so eine Schaukel sah. Andere wiederum stellten sich als wahre Kirtahutsch´n-Profis heraus, erklärten ihren Mitschülern selbstbewusst die Regeln, gaben den Ton an oder schoben kraftvoll die Schaukel an. Schnell waren alle Schüler davon zu überzeugen, dass Kirtahutsch´n eine Riesengaudi und die Zeit dort natürlich viel zu kurz ist.

Mit selbstgebackenen Kirtanudeln der Schülereltern klang der kleine Ausflug ins bayerische Brauchtum dann aus.