Extra-Kick auf der Hutschen

Was für den Franken die Kärwa, ist für den Oberbayern die Kirta. Eigentlich  ist es das Fest, das an die Weihe der Kirchengebäude erinnert - etwa seit dem 5. Jahrhundert. Ursprünglich feierte jedes Dorf den Weihetag seines Gotteshauses. Für die ländliche Bevölkerung war es eines der wichtigsten Feste im Jahr, weil man im harten Alltag selten die Möglichkeit hatte, bei Musik, Tanz, gutem Essen und natürlich auch beim Bier die Mühen des Alltags zu vergessen.

Viele Kirchweihbräuche haben sich erhalten: Kirta-Nudeln, Gänse- oder Entenbraten, Tanz und natürlich die Kirtahutschen, eine Längsschaukel, auf der, je nach Größe bis zu 15 Leute Platz hatten.

              

Die Hutschen ist ein Holzbalken, der mit Seilen oder Ketten an Bäumen oder am Dach eines Bauernstadels befestigt wird. In Schwung gebracht wird die Hutschen von den Hutschern, die vorne und hinten auf dem Balken stehen und sie kraftvoll anschieben.

Die Klasse 4b testete am 20. Oktober 2011 die Hutschn der Familie Hüttl.
Herzlichen Dank an dieser Stelle für die freundliche Bewirtung mit Punsch und Würstchen so wie den leckeren Kuchen.

Text und Fotos: Silvia Barthel und Susanne Mrugalla