So entsteht ein Flechtzaun:
Damit in unserem Pausenhof weder Kinder noch Spielgeräte unter die Büsche rollen, habe ich am Freitag, den 6. April 2011 geholfen, einen Flechtzaun zu bauen. Früher wurden solche Flechtzäune sowohl zur Abgrenzung als auch zur Verbindung von Gebieten errichtet.
Man braucht für den Bau eines Flechtzauns einen Vorschlaghammer, eine Gartenschere, eine Lochstange, Arbeitshandschuhe, ca. 7 Zentimeter dicke Fichtenholzpfähle, einen großen Pack ungefähr 2-3 Meter langer, biegsamer Weiden, einen Holzknüppel, eine Säge und ein Lagerfeuer.
Folgende Schritte muss ich beachten, damit der Zaun schön und zweckmäßig , also perfekt wird.
Nachdem ich die Arbeitshandschuhe übergestreift habe, bohre ich mit der schweren Lochstange mehrere, ungefähr in einer Linie liegende und etwa 50 cm tiefe Löcher im Abstand von ca. 30 Zentimetern an den Stellen ins Erdreich, wo ich später die Holzpfähle einsetzen möchte. Damit das Loch die richtige Tiefe bekommt, stemme ich die Lochstange fest in den Boden und drehe sie im Kreis.
Als nächstes muss ich die unten angespitzten Pfähle über dem entfachten Lagerfeuer so ankokeln, dass sich eine ca. 1 Zentimeter dicke Rußschicht bildet. So wird verhindert, dass das Holz des Pfahls unter der Erde schnell morsch werden; die Feuchtigkeit kann abperlen und die Pfähle halten länger.
Nun haue ich mit dem Vorschlaghammer die Pfähle mit den angekohlten, spitzen Enden in die vorgearbeiteten Löcher. Das habe ich sicherheitshalber einem Erwachsenen überlassen.
Nun schneide ich die Weiden mit der Gartenschere zurecht, so dass sie zweiglos sind und nur der längste Ast übrig bleibt.
Nachdem alle kleinen, dünnen Äste abgeschnitten sind, flechte ich die so vorbereiteten Weiden - mit dem dicken Ende beginnend - im Zickzack zwischen die Pfähle ein, indem ich immer abwechselnd einmal vor und einmal hinter dem Pfahl einfädele, wie im Slalom. Jede eingefädelte Weide muss ich mit dem Knüppel nach unten schlagen, damit der Zaun dicht und fest wird. Bei der zweiten Weide muss ich darauf achten, dass ich von der anderen Seite beginne, damit der Zaun schön gleichmäßig hoch wird. Wenn die Weiden nicht lang genug sind, beginne ich mit der nächsten Weide dort, wo ich aufgehört habe. Ich arbeite so lange, bis alle Weiden aufgebraucht sind oder der Zaun die gewünschte Höhe erreicht hat. Die noch überstehenden Holzpfähle sowie alle vom Zaun abstehenden Weidenenden säge ich sorgfältig ab, damit sich niemand daran verletzen kann.
Ich hatte viel Freude und Spaß beim Bauen. Jetzt kann ich den entstandenen, stabilen Flechtzaun bewundern.
Eine Gemeinschaftsarbeit der Klasse 4a – ausgehend von individuell verfassten Vorgangsbeschreibungen