Wasserburg ist immer einen Ausflug wert!

 

 

Am Donnerstag, den 16. Dezember 2010, machten sich die Klassen 4a und 4b der Grundschule Schönau auf den Weg nach Wasserburg. Mit dem Bus fuhren sie durch verschneite Dörfer und malerische Winterlandschaften und kamen trotz der widrigen Straßenverhältnisse pünktlich an ihrem Ziel, dem Belacqua Theater, an.

Dort erwartete sie zunächst eine sehr gelungene Aufführung der Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“. Die Schüler und Schülerinnen durften ihn auf seiner Reise von seinem Planeten zur Erde begleiten. Unterwegs begegnete der kleine Prinz vielen Erwachsenen, über deren Einstellung er sich oft sehr wundern musste. So traf er nur Menschen, die hinter Äußerlichkeiten herjagten, wie z.B. den Geschäftsmann oder den herrschsüchtigen König.

Letztendlich jedoch erfüllte sich sein sehnlichster Wunsch: er fand einen Freund, den Fuchs, den es zu zähmen galt. Zum Schluss aber wollte der kleine Prinz doch zurück auf seinen Planeten, zurück zu seiner Rose.

„Der kleine Prinz“ lehrt den Leser bzw. den Zuschauer, dass man nur mit dem Herzen gut sieht, weil das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist und dass man immer für das verantwortlich ist, was man sich vertraut gemacht hat, dass man also für seine Freunde verantwortlich ist.  

              

 Nach einer schmackhaften Brotzeit ging es im strammen Fußmarsch über die Innbrücke durch das beeindruckende Stadttor in die Wasserburger Altstadt.

Dort erwarteten die Kinder am schönen Rathaus die drei Stadtführerinnen, die die Klassen zu einer lebendigen Geschichtsstunde in die mittelalterlichen Gassen mitnahmen. Am Rathaus gab es gleich viel zu entdecken: So gab es dort den Pranger, einen Steinvorsprung mit Ketten, an den Menschen gebunden wurden, die zum Beispiel zu viel fluchten sowie das alte Brothaus oder einen alten Maßstab, der zeigt, wie lang eine Wasserburger Elle war.

 Alle Kinder hörten aufmerksam zu und schrieben sogar fleißig mit. 

 Weiter ging es zu einer beeindruckenden Pyramide aus Kugeln. Diese Steinkugeln wurden im Jahr 1422 mit Katapulten auf die Stadt geschossen.

  

Spitzdächer findet man in der Altstadt nur selten.

   

Nach einigen verheerenden Feuersbrünsten im 16. und 17. Jahrhundert wurden die Häuser statt mit Spitzdächern mit Grabendächern ausgestattet.

Hier ist eine Pesttür zu sehen. Die Pest war eine schreckliche Krankheit, die vielen Menschen das Leben kostete. War die Krankheit in der Stadt ausgebrochen, mussten die Menschen sechs Wochen in ihren Häusern bleiben und bekamen nur durch die kleine Klappe etwas zum Essen gereicht.

 

 Trotz der kalten Temperaturen genossen Schüler/innen, Lehrkräfte und die Begleit-Mamas, denen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für ihre Bereitschaft gesagt sei, die spannende Stadtführung. Alle waren sich einig: Wasserburg ist einen Ausflug wert!

                                                                                               Text/Fotos: Simone Kuttnik

                                                                                                                   Birgit Splett

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